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Mopszucht im VDH - Mopszüchter in Baden-Württemberg - staatl. Anerk. n. § 11 TierSchG

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Mopszucht vom Mägdebrunnen

Mopszüchter im VDH

79664 Wehr - Bannweg 2 - Tel. +49 7762 806 677


News:

Am 25.11.2010 haben wir einen Wurf mit schwarzen Mopswelpen bekommen.

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Zecken News

 

Inhaltsverzeichnis dieser Seite:

Nur zwölf Prozent der Deutschen gegen FSME geimpft.

Aktuelle Studie zum FSME-Schutz liegt vor

Die Zecken sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Die Zecke kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch das gleichnamige Virus auf den Menschen übertragen. Immer mehr Landkreise werden in Deutschland vom Robert-Koch-Institut zu FSME-Risikogebieten erklärt. Eine Infektion mit FSME kann zu schweren Lähmungen und sogar zum Tod führen. Der einzige wirkungsvolle Schutz dagegen ist eine Impfung.

 Fragen Sie die Impfquote für Ihren Landkreis ab!

Doch bisher sind nur zwölf Prozent der Deutschen gegen FSME geimpft. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GFK). In der Studie wurden die sogenannten Durchimpfungsraten bis auf die Ebenen der Landkreise erhoben. Im Vergleich zu einer Befragung zum Impfschutz aus dem Jahr 2005 ist die Impfrate bundesweit um vier Prozent gestiegen.

 

(Sie können diese Grafik in drucktauglicher Form hier herunterladen. Die Nutzung ist kostenlos.)


FSME-Impfrate steigt leicht

In den am stärksten von FSME betroffenen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern haben jeweils 19,5 beziehungsweise 25 Prozent der Menschen einen vollständigen Impfschutz. Im Nachbarland Österreich liegt die Durchimpfungsrate bei über 80 Prozent. Im Bundesland Thüringen sind 15 Prozent geschützt, in Hessen zwölf Prozent und in Rheinland-Pfalz zehn Prozent.
Ein vollständiger Impfschutz verlangt eine abgeschlossene Grundimmunisierung aus insgesamt drei Impfungen.

Die Impfrate variiert von Landkreis zu Landkreis stark. So liegt beispielsweise im südbayrischen Landkreis Altötting die Durchimpfungsrate bei 60 Prozent, während die Rate des Landkreises Miltenberg südlich von Aschaffenburg bei 11,3 Prozent liegt. Beide Landkreise sind ausgewiesene FSME-Risikogebiete.

Kein vollständiger Impfschutz

Eine weiteres Ergebnis der Befragung: Neun Prozent der Deutschen hatten zwar mit dem FSME-Impfschutz begonnen, aber die entscheidende Impfdosis für den Langzeitschutz vergessen. „Unvollständig Geimpfte können nach einem Zeckenstich fast so leicht an FSME erkranken wie Ungeimpfte“, erklärt Dr. Jochen Süss vom Friedrich-Löffler-Institut, nationales Referenzlabor für durch Zecken übertragene Krankheiten in Jena. „Die Menschen wiegen sich in einer nicht vorhandenen Sicherheit!“ Auf die zwei südlichen Bundesländer bezogen, haben 13 Prozent (Baden-Württemberg) bzw. 16 Prozent (Bayern) keine vollständige Grundimmunisierung gegen das FSME-Virus.

Von den Nicht-Geimpften betonen laut GfK-Studie viele die Angst vor Impfreaktionen. Rund ein Viertel der Befragten in den beiden südlichen Bundesländern sehen hier ein Risiko. Doch gerade FSME-Impfungen sind, durch Studien und in der Praxis belegt, als sehr verträglich eingestuft.

Für mindestens drei Jahre Sicherheit

Es gibt verschiedene Impfschemata. Beim Impfschema eines Herstellers wird folgendermaßen geimpft: Für den Kurzzeitschutz sind zwei Impfdosen im Abstand von 14 Tagen notwendig. Um den Langzeitschutz von mindestens drei Jahren zu erhalten, ist nach 9 bis 12 Monaten eine weitere Impfdosis erforderlich. Dann ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Um den Impfschutz sicher und kontinuierlich aufrecht zu erhalten, sollte alle drei Jahre eine Auffrischimpfung mit einer Impfdosis erfolgen.

Eine Impfung gegen FSME wird von den Krankenkassen bezahlt. Im Jahr 2006 gab es über 540 klinische FSME-Fälle in Deutschland – ein neuer Rekord seit 2001, seitdem das Robert-Koch-Institut die Fälle registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind es 115 Fälle mehr.

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IX. Jena Symposium: Klima, Zecken, Krankheiten

Über 250 Wissenschaftler tauschen sich über die Zeckengefahr aus.

Mitte März herrscht in Jena Sprachvielfalt. Über 250 Wissenschaftler aus über 25 Nationen treffen sich in der thüringischen Stadt, um sich über Zecken und die durch sie übertragenen gefährlichen Krankheiten auszutauschen. „Es ist keine Elfenbeinturm-Diskussion“, sagt Zeckenforscher Dr. Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut, der seit 1990 alle zwei Jahre zu diesem Symposium einlädt. „Es sind handfeste Gefahren, die den Menschen und die Haustiere bedrohen.“

Immer mehr Zecken

Die Zecken sind auf dem Vormarsch und zwar europaweit. Und damit die gefährlichen Krankheiten – Frühsommer-Meningoenzephalitis, Lyme Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiosen und noch viele mehr.

In Deutschland ist die Zahl der klinischen FSME-Fälle beim Menschen sprunghaft gestiegen. 2004 waren es 274, zwei Jahre später schon über 540 registrierte Fälle. In anderen Ländern sieht es nicht besser aus: In Litauen kam es 2003 zu einer richtigen Epidemie – über 763 Menschen erkrankten an der FSME. Bei einer Bevölkerung von 3,5 Millionen Menschen war das die höchste bisher gemessene Infektionsrate.

In Tschechien sind 2006 50 Prozent aller FSME-Infektionen im letzten Drittel des Jahres und nicht, wie der Name glauben lässt, im Frühsommer erworben worden. Mit bisher 1027 registrierten FSME-Fällen 2006 liegt dieses Land gegenwärtig in Europa an der Spitze.

Europakarte FSME-Verbreitung

Notwendige Forschung

Seit den 1950er Jahre forschen Wissenschaftler verstärkt zu den Zeckenkrankheiten. 1949 konnte in Tschechien zum ersten Mal das FSME-Virus identifiziert werden. Das Lyme Borreliose-Bakterium wurde 1981 – 32 Jahre später – entdeckt.

Die Notwendigkeit über Zecken und deren Krankheiten alles herauszufinden, spiegelt sich in der steigenden Zahl von Wissenschaftlern aus aller Herren Länder wieder, die sich auf dem IX Internationalen Jena Symposium über von Zecken übertragenen Krankheiten treffen. Die Zahl der Wissenschaftler steigt mit jedem Symposium. Kamen zu den letzten Veranstaltungen zwischen 150 und 190 Teilnehmer, sind es dieses Jahr über 250.

Symposium ist fächerübergreifend

„Unser Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf den Themen Klimawandel und von Zecken übertragene Krankheiten“, erklärt Dr. Süss. „Es gibt Vorträge von Klimaforschern, Biologen, Veterinärmedizinern und Medizinern. Der interdisziplinäre Austausch zwischen den Fachgebieten ist sehr sinnvoll. Das bringt uns alle weiter.“

Viele Fragen beschäftigen die Wissenschaftler: Welche Auswirkungen hat das veränderte Klima auf die Zeckenpopulationen? Wie groß ist die Zeckengefahr für den Menschen und seine Haustiere? Wie können durch Zecken verursachte Infektionen bei Mensch und Tier verhindert, oder, wenn sie bereits eingetreten sind, wirkungsvoll behandelt werden? Welche Maßnahmen müssen Gesellschaft und Politik ergreifen, um die Gefahren zu reduzieren?

Auf dem Symposium möchten Dr. Süss, seine vielen Mitstreiter, die Autoren der insgesamt 107 wissenschaftlichen Beiträge und alle Fachkollegen den Antworten auf diese Fragen wieder ein Stück näher kommen. Der wissenschaftliche Ertrag des Meetings wird wieder durch eine umfassende Publikation weltweit zugänglich gemacht.

 

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Viele Nager, viele Zecken, viele Viren

In Baden-Württemberg gibt es zurzeit sehr viele freilebende Mäuse. Das liegt vor allem am milden Winter. Normalerweise hätte die Kälte die Nagerpopulation reduziert.

Viele Nager machen Probleme: sie übertragen Krankheiten und dienen den Zecken als Wirt.

Epidemie in Baden-Württemberg

So grasiert seit Beginn des Jahres das von Nagern übertragene Hantavirus in Baden-Württemberg. Seit Anfang des Jahres registrierte das Landesgesundheitsamt schon 37 Fälle in ein einhalb Monaten. Im Vergleich dazu: Letztes Jahr gab es über das ganze Jahr nur 24 Hantavirus-Erkrankungen.

Das Hantavirus wird von Mäusen und Ratten übertragen, in Deutschland sind dies vor allem Rötelmäuse und Waldmäuse. Sie scheiden über ihren Speichel sowie über Kot und Urin den Erreger in großen Mengen aus. Das Virus bleibt noch mehrere Tage nach der Ausscheidung aktiv.

Ansteckung über die Luft

Fegt beispielsweise ein Hobbygärtner in seiner Laube den Staub und den Kot der Mäuse zusammen, kann er sich durch Einatmen mit dem Virus infizieren. Auch durch Bisse der Tiere kann das Virus übertragen werden, was aber eher selten vorkommt.

Das Hantavirus tritt in verschiedenen Formen auf. Der Virustyp in West-Europa löst grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen und Muskelschmerzen aus und kann zu einer Niereninfektion mit Nierenschmerzen bis hin zum Nierenversagen führen. Nach einer Infektion entwickelt der Mensch ein Immunität gegenüber dem Virus.

Zecken vermehren sich

„Die hohe Zahl von Nagern lässt nicht nur die direkte Infektionsgefahr durch Nager für den Menschen ansteigen“, sagt Prof. Dr. Dr. Peter Kimmig vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg. „ Auch die Zecken können sich durch die vielen Nager massiv vermehren. Damit ist auch eine erhöhte Zahl FSME-infizierter Zecken zu erwarten.“

FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine schwere Erkrankung des zentralen Nervensystems. Zecken übertragen das Virus auf den Menschen.

„Wir können davon ausgehen, dass durch die gestiegene Zahl der FSME-infizierten Zecken aller Voraussicht auch die Zahl von FSME-Fällen in diesem Jahr steigen wird“, sagt Prof. Dr. Dr. Peter Kimmig. Um sich davor zu schützen, rät das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg zu einer Impfung gegen die FSME.

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Wie kommt die Zecke in die Großstadt?

Die Gefahr von Zecken ist längst nicht nur auf Wiesen und Wälder beschränkt. Sie lebt in den Vorgärten der Wohnhäuser, den Stadtparks, den Kinderspielplätzen – eben in der Großstadt! Die Zecke sucht sich bevorzugt kleine Säugetiere als Wirte, von denen sie sich ihre Blutmahlzeit holt, z. B. Amseln, Eichhörnchen, Igel oder Füchse. Diese nehmen die Zecke mit in die Stadt.

Zecken können beim Menschen eine spezielle Form der Hirnhautentzündung, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, außerdem die Borreliose, eine bakterielle Erkrankung, die am häufigsten in Form eines roten Hautflecks erscheint.

 

Broschüre beschreibt Artenvielfalt in der Stadt

Informationsbroschüre "Wildtiere in München"

Eine jüngst erschienene Broschüre mit dem Titel „Wildtiere in München“ zeigt beispielhaft, wie der Igel, der Sperber, der Fuchs und der Buntspecht sich in Großstädten ansiedeln – im Schlepptau die Zecke. Die Tiere sind Beispiele der wachsenden Artenvielfalt im Stadtrevier.

Die Tiere passen sich geschickt den neuen Lebensräumen an. „Heute ist die Igelpopulation in der Stadt zehn bis zwanzig Mal höher als im Wald und der Flur. In den Stadtparks finden sie nämlich leichter ihre Nahrung, den Regenwurm“, sagt Prof. Dr. Josef H. Reichholf, Hauptkonservator der Zoologischen Staatssammlung München (ZSM) und einer der Verfasser der Broschüre. Steigt die Zahl der Igel, steigt auch die Zahl der Zecken. „Wenn heute Hunde in den Parkanlagen an Gebüschen entlang streifen, haben sie mehr Zecken im Fell, als im Wald außerhalb der Stadt“, sagt Reichholf. „Die Zeckenpopulation in der Stadt ist heute zehnmal so hoch wie auf dem Land.“

Um sich vor der gefährlichen Zeckenkrankheit FSME wirklich zu schützen, hilft nur eine Impfung.

Robert-Koch-Institut: Rekordzahl an Zeckeninfektionen 2006

War schon im Jahr 2005 die Zahl an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankten Menschen massiv angestiegen, so meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) für das Jahr 2006 erneut eine Rekordfallzahl: 540. Das sind 109 Fälle mehr als im Vorjahr.

Noch extremer ist die Steigerung, wenn man sich die gemeldeten Fallzahlen von 2004 vor Augen führt. Da waren es lediglich 272 FSME-Fälle. Innerhalb von zwei Jahren liegt eine Steigerung von über 98 Prozent vor. Eine Infektion mit FSME kann zu schweren Lähmungen und sogar zum Tod führen. Die FSME-Viren können eine Hirnhautentzündung oder Hirnentzündung auslösen.

Seit 2001 sind die Ärzte und Labore in Deutschland verpflichtet, alle FSME-Erkrankungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) zu melden.


 

FSME-Fälle 2001-2006-
Erkrankungsfälle seit 2001 (Quelle: RKI)


Mehr Zecken, mehr FSME-Fälle

Es gibt viele Gründe, warum die Zahl der FSME-Fälle in Deutschland ansteigt.

So hat die Zahl der Nager, wie etwa die Wühlmäuse, stark zugenommen. Diese Kleintiere sind für junge Zecken (Larve und Nymphen) Wirte, an Blut saugen und sich zur ausgewachsenen Zecke entwickeln.

Durch die wärmeren Winter in Deutschland gibt es mehr Zecken, die sich immer mehr in Deutschland ausbreiten.

Durch den Klimawandel wird voraussichtlich die Zahl der FSME-Riskogebiete in Deutschland weiter ansteigen. Schon im Jahr 2006 erhöhte das RKI die Zahl der Risikogebiete um sechs weitere auf 96 insgesamt. Nach Angaben des Friedrich-Löffler-Institut, dem Referenzlabor für durch Zecken übertragene Erkrankungen, lag die Zahl der Risikogebiete 1998 noch bei 63. Ein Landkreis wird zu einem Risikogebiet erklärt, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens fünf oder in einem Jahr mindestens zwei FSME-Erkrankungen aufgetreten sind.

 


Auch das veränderte Freizeitverhalten der Deutschen erhöht die Gefahr eines Zeckenstichs und einer möglichen Infektion. Nordic Walking, Mountainbike fahren und Wandern finden großen Zuspruch – alles Tätigkeiten, die in der Natur ausgeübt werden. Zu guter Letzt trägt auch eine verbesserte Diagnostik in der Medizin dazu bei, dass mehr Fälle erkannt werden.
 

Zecken lassen sich von Grashalm abstreifen
Zecken lassen sich von einem Grashalm abstreifen.


Impfen als Schutz

Da es bislang noch keine Behandlungsmöglichkeit bei einer FSME-Erkrankung gibt, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die vorbeugende Impfung, die zudem als sehr gut verträglich gilt. Impfen lassen sollten sich diejenigen Personen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei dem Risiko eines Zeckenstichs ausgesetzt sind sowie Menschen, die in solche Gebiete reisen. Die Kosten für eine FSME-Impfung werden von den meisten Krankenkassen übernommen.

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Beweis I: FSME-Zecke sticht im Januar

Der milde Winter hat die Zecken vom Winterschlaf abgehalten. Schon gibt es den ersten Fall der gefährlichen Krankheit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) im neuen Jahr.

Eine Person wurde Anfang Januar im Landkreis Roth bei Nürnberg von einer Zecke gestochen und erkrankte an FSME, wie Dr. Wolfgang Hautmann vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bestätigte.

Die Gefahr eines Zeckenstiches droht nicht nur im Frühsommer, wie es der Name der Krankheit FSME suggeriert. Ist das Klima mild, wie in diesem Winter, sind die Zecken auch außerhalb ihrer „Saison“ aktiv.

Zwei weitere FSME-Fälle im Dezember 2006 belegen dies. In Baden-Württemberg erkrankte im Landkreis Göppingen und Ludwigsburg jeweils eine Person. Dies bestätigte Professor Peter Kimmig vom Landesgesundheitsamt Stuttgart.

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Beweis II: Zecken können auch im Winter aktiv sein!

Normalerweise beginnt die Zeckensaison in Mitteleuropa Ende Februar/März und endet im Oktober/Anfang November. Bei extrem mildem Winterwetter trifft das allerdings nicht zu, wie Berliner Wissenschaftler erstmals nachwiesen.

Der Biologe Dr. Hans Dautel und das Team von Insect Services hatten im September 2006 an einem Waldstandort in der Nähe vom Berliner Wannsee einen Feldversuch mit dem Gemeinen Holzbock, die häufigste vorkommende Zeckenart in Deutschland, gestartet. Auf vier Parzellen setzten sie 204 Nymphen und 196 erwachsene Zecken aus. Die Parzellen waren mit einer etwa 10 cm hohen Laubschicht bedeckt, um den Zecken an diesem feuchten Zufluchtsort ein langes Überleben und das Überwintern zu ermöglichen. Jede Parzelle wurde mit 48 senkrecht stehenden Holzstäben ausgestattet. „Aktive Zecken klettern Grashalme oder andere bodennahe exponierte Plätze hoch und lauern dort auf vorbeistreifende Wirte“, erklärt Dr. Dautel. „Sind unsere Zecken aktiv, klettern sie einen Stab hoch.

 

Zecken parzelle feldversuch
In so eine Parzelle wurden Zecken für den Feldversuch gesetzt.


„Wir fanden aktive Zecken“

Angesichts des durchgehend überaus milden Wetter im Herbst und Winter in diesem Jahr stellte sich die Frage, ob die Zecken auch unter diesen Bedingungen ihre sonst übliche Winterruhe von November an einhalten. Im Frühjahr werden Nymphen und erwachsene Gemeine Holzböcke oberhalb von 6–7 °C aktiv. „Wir inspizierten die Parzellen von November bis Januar regelmäßig auf aktive Zecken und fanden stets Zecken auf den Stäben“, berichtet Dr. Dautel. Um diese Befunde zu überprüfen, suchte der Wissenschaftler mit dem Berliner Zeckenexperten Dr. Olaf Kahl am 15. Januar in einem nahe gelegenen Waldstandort nach Zecken. „Wir fingen an diesem milden Wintertag zu zweit innerhalb einer Stunde sage und schreibe 88 Nymphen und 7 erwachsene Zecken“, merkt Dr. Dautel an.

Dies ist der erste Beweis für Mitteleuropa, dass Zecken während einer milden Winterzeit aktiv sein können. Wer nun bei mildem Winter durch Wald und Wiesen streift, sollte sich bewusst sein – ein Zeckenstich ist auch in dieser Jahreszeit nicht mehr ausgeschlossen.

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Ein Baby – jüngstes FSME-Opfer 2006

Ein Baby aus dem Ort Kronach im Fränkischen war 2006 das jüngste Opfer der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Der Säugling schlummerte auf der Terrasse des Elternhauses, als er von einer Zecke angefallen und gestochen wurde.

Die Eltern fanden die Zecke am Körper des Kindes. Die Zecke wurde im Krankenhaus entfernt. Zehn Tage später erkrankte das Kind. Da sich Eltern und Ärzte an den Zeckenstich erinnerten, brachte man das Baby in die Kinderklinik von Coburg.

Die Ärzte testeten auf FSME und fanden den Verdacht bestätigt. Zum großen Glück war der Verlauf der FSME schwächerer Natur. Das Kind wird keine Folgeschäden davontragen.
Bei dem Ausbruch von FSME, die eine Hirnhautentzündung auslösen kann und zu Lähmungen führt, gibt es keine Behandlungsmöglichkeit. Es gibt nur einen Schutz: die Impfung.

Das Gesundheitsamt von Kronach, das den Fall registrierte, sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass Zecken immer mehr in den städtischen Raum vordringen. „All die letzten FSME-Fälle in unserem Landkreis waren Städter“, sagt Amtsleiter Dr. Friedrich Curio. „Früher waren es der Jogger im Wald oder der Waldarbeiter. Heute trifft es den Hobbygärtner und den Laubenbesitzer.“ Das Gesundheitsamt empfiehlt eine Imfpfung gegen FSME.

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Polizisten ohne Schutz

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Brandenburg fordert seit geraumer Zeit für alle Polizisten, die draußen zum Einsatz kommen, eine Schutzimpfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese Krankheit kann von Zecken übertragen werden. Das Innenministerium Brandenburg bietet nur Polizisten, die in zeckengefährdeten Gebieten zum Einsatz kommen, eine solche Schutzimpfung an.

Da es in Brandenburg kein vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenes FSME-Risikogebiet gibt, sieht das Innenministerium für die Brandenburger Polizisten keine Gefahr der Infektion. Brandenburgs Polizeigewerkschafter Andreas Schuster will die Forderung aber aufrecht erhalten: „Wir hatten etliche Nachfragen von Kollegen zum Zeckenschutz“.

FSME-Fälle auch in Brandenburg

Unbegründet ist diese Forderung in Brandenburg nicht. Auch wenn es keine ausgewiesene FSME-Risikogebiete gibt, ist die Gefahr einer FSME-Infektion durch Zecken gegeben. im Jahr 2006 wurden zwei FSME-Fälle registriert, jeweils einer im Landkreis Dahme-Spreewald sowie Oder-Spree.

 

 

Tipp: Die Angst vor der Impf-Spritze nehmen

Jede Mutter und jeder Kinderarzt kennt die Situation: Das Kind soll eine Spritze bekommen. Doch das Kind quengelt und weint. Die Angst vor der Spritze ist groß.

Ein Tipp, wie man Kinder die Angst vor dem Piks beim Impfen nehmen kann, kommt nun aus den Vereinigten Staaten. Wie die Ärztezeitung jüngst berichtete, rät der Kinderarzt Dr. Seth Toback aus Pittsburgh zu folgender Vorgehensweise:

 

  • Lassen Sie die Kinder am Alkohol-Tupfer zur Desinfektion der Impfstelle riechen
  • Sagen Sie dem Kind, dass auf dem Tupfer eine Superlösung ist, die die Haut kühlt, so dass der Einstich nicht mehr weh tut.
     

Der kühlende Effekt des Alkohols im Tupfer in Verbindung mit der Suggestion nähme dem Kind die Angst.

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Mopswelpen nur vom Mopszüchter im VDH - aus Tierschutzgründen.

Mopswelpen kaufen Sie am besten nur beim Mopszüchter im VDH/FCI.Leisten Sie bei Ihren Überlegungen zum Kauf eines Mopswelpen von Beginn an einen Beitrag zum Tierschutz und ignorieren Sie die "Billigangebote" von Massenvermehren und Tierhändlern.Dieser vermeintlich günstige Preis für einen Mopswelpen aus diesem Umfeld wurde mit höchster Wahrscheinlichkeit auf Kosten der Tiergesundheit erkauft.

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